Sunbeam Tiger

Technische Daten:

Sunbeam Tiger 2

2006 komplett restauriert,                                                                                 

seither ca. 3000 km

289ci Motor mit ca. 320 PS,

5-Gang Tremec Getriebe,

Diffsperre,

Wilwood Scheibenbremsen vorne

Scheibenbremsen hinten,

Verstärktes Fahrwerk mit einstellbaren Sportstoßdämpfern.

 

Preis: 110.000,--

Geschichte:

 

Carroll Shelby, der Erfinder der AC Cobra, bekam 1963 von Sunbeam den Auftrag, das biedere Sunbeam Alpine Cabrio in einen leistungsstarken Sportwagen zu verwandeln. Wie bei der Corba, griff Shelby in das Ford-Regal und verpflanzte den 260ci Windsor Motor in das schlanke Cabrio. Der 4,3 Liter V8-Motor mit serienmäßigen 164 bhp machte den Alpine zur Raubkatze namens Tiger.

Gebaut wurde der Tiger bei Jensen-Motors in  Wolverhampton in England. Im Herbst 1966 präsentierte man den Tiger 2 der über den leistungsstärkeren 289ci Motor verfügte. Weil Roots (als Eigentümer von Sunbeam) 1967 an Chysler verkauft wurde, wurde die Produktion des Tigers, wegen seines Form Motors,  eingestellt. Der Tiger 2 brachte es somit auf nur 633 produzierte Exemplare, was ihn heute zum gesuchten Sammlerobjekt macht.  

Karosserie

 

Dieser 1967 Tiger 2 trägt die Fahrgestellnummer: 382100442, also Numemr 442 von 633 gebauten Tiger 2.  Er wurde am 9.5.1967 in Wien erstmalig zu Verkehr zugelassen.

 

2008 bis 2010 wurde der Tiger einer Totalrestaurierung unterzogen. Es wurden sämtliche Anbauteile demontiert, die Karosserie sandgestrahlt, die wenigen altersbedingten Roststellen wurden geschweißt, sowie falsche Kotflügelverbreiterungen fachmännisch abgetrennt. Mit originalen Reparaturblechen, inkl. div. Verstärkungsmaßnahmen, und vier neuen Kotflügel wurde der Sunbeam wieder neu aufgebaut. Danach ein professioneller Lackaufbau inkl. umfangreichen Rostschutz mit Wachs in den Hohlräumen vorgenommen. (Fotodokumentation vorhanden)

 

Die Farbe wurde aus der damaligen zeitgenössischen Farbkarte ausgesucht und nennt sich:

„Opalescent Green“.

Achsen

Die Achsen wurden ebenfalls gestrahlt, gegen Rost geschützt und lackiert. Alle Schrauben und Anbauteile wurden galvanisiert, Gummidichtungen und Fahrwerksgummi erneuert.

 

Bremsen

Scheibenbremsen an allen vier Rädern. Vorne Wilwood Vierkplbensättel mit innenblüfteten Scheiben,

 

Fahrwerk

Verstärkte, verstellbare Sportstoß-dämpfer und verstärkte Blattfedern hinten. Der originale Phanhardstab wurde durch ein Wattgestänge ersätzt.

Neue Minilite-Felgen mit Dunlop Sportreifens sorgen für den notwendigen Grip.

Motor

Der Motor wurde als Neuteil aus Amerika bezogen und in Österreich komplett zerlegt, Kurbelwelle mit Pleueln und Kolben feingewuchtet. Alukühler mit 65 mm Wandstärke (nie wieder überhitzen) plus zwei zusätzliche Ölkühler in den Radläufen mit größerer Ölwanne.

Der  nagelneuer Edelbrock- 4fach-Vergaser wurde 2014 ergänzt.

 

Getriebe

Ebenfalls als Neuteil wurde ein 5-Ganggetriebe von Tremec eingebaut wobei der fünfte Gang als Schongang übersetzt ist. Sperrdifferential ist serienmäßig .

Heute präsentiert sich der Tiger als Fahrzeug mit enormen Fahrspaß. Die Leistung steht von 1000 bis 4500 Umdrehungen gleichmaßig zur Verfügung. Das Fahrwerk ist soweit optimiert, dass die Leistung perfekt auf den Boden gebracht wird. In dieser Spezifikation entspricht der Wagen nahezu den LeMans Fahrzeugen von 1964. Die verbesserten Bremsen kommen mit der Leistung gut zurecht. Das Fahrzeug ist problemlos auch im Stadtverkehr einzusetzen, wenngleich seine Stärken eher auf der freien Wildbahn zu suchen sind. 

Sicher ist, dass man mit diesem Tiger bei jeder Rallye ein gerne gesehener Gast ist. Um dieses Geld gibt es bestenfalls gute Cobra Replikas - dieser Sunbeam ist aber echt und hat die Leistungen und den Fahrspaß der berühmten Schwester.